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Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung |
Akademikerinnen mit Migrationshintergrund bieten den bayerischen Unternehmen Kenntnis über ausländische Märkte sowie Handlungskompetenzen für mehrere Kulturkreise. Durch sie kann eine schnellere Erschließung neuer Auslandsmärkte und bessere Vermittlung im Umgang mit internationalen Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten erreicht werden.
Außerdem kann durch die berufliche Integration der Akademikerinnen mit Migrationshintergrund der Fachkräftemangel in Deutschland gelindert werden.
Für die Teilnehmerinnen im Projekt INTERACTA steckt das größte Potenzial auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach wie vor in den ingenieurs- und naturwissenschaftlichen Berufen (Maschinenbau, Biotechnologie, etc.), da hochtechnologische Produkte auch mittel- bis langfristig zu den gefragten deutschen Exportgütern zählen werden und deshalb auch kulturell und sprachlich geschulte Fachkräfte benötigt werden, die für diese Produkte die Märkte vorbereiten und akquirieren.
In den beiden ersten Durchgängen haben seit 2009 bereits 50 Akademikerinnen aus allen Teilen der Welt fachliche Qualifizierung und Einzelcoaching von INTERACTA absolviert. Darüber hinaus wurden über 1.000 Unternehmen Nordbayerns durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit für die Vorteile und Potentiale interkultureller Mitarbeiterinnen sensibilisiert. 38 Unternehmen und Institutionen unterstützen INTERACTA aktiv und ideell durch Mentorings, Praktikumsplätze, Vermittlung von Beschäftigung und Unternehmensbesuchen. Den Migrationshintergrund nicht als Nachteil zu erleben, sondern die Zweisprachigkeit und Interkulturalität als Vorteile zu erkennen und als Alleinstellungsmerkmal zu verkaufen, ist ebenfalls ein Erfolg, den INTERACTA sowohl bei Teilnehmerinnen als auch auf Unternehmensseite erzielen konnte.
INTERACTA (III) knüpft hier an und ebnet den Weg, weg von formalen beruflichen Zugangsvoraussetzungen hin zu einer flexibleren Haltung gegenüber Talenten mit Migrationskultur, die über ihr Fachwissen hinaus zwei Kulturen und Sprachen als Kompetenzen und Wettbewerbsvorteile in den global orientierten bayerischen Arbeitsmarkt einbringen.
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Christine Haderthauer